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IBA ohne Rosensteinviertel

Region Stuttgart Aktuell, 3/2016

Der IBA-Prozess in der Region hat begonnen. Die IBA soll nicht nur Flächen bebauen, sie muss Themen und Inhalte präsentieren und benennen sowie mögliche Lösungen aufzeigen.

IBA ohne Rosensteinviertel

(Peter Rauscher, DIE LINKE, Region Stuttgart Aktuell, 3 (2016), S. 16/17)


Der IBA-Prozess in der Region hat begonnen. „Die IBA wandelten sich von Architektur- zu Bau-Kultur-Ausstellungen“ (Memorandum). Ein IBA-Prozess soll nicht nur Flächen bebauen, er muss Themen und Inhalte präsen-tieren und benennen sowie mögliche Lösungen aufzeigen. Unsere Fraktion hält es daher für falsch, S 21-Flächen und das sogenannte  Rosensteinviertel in die IBA einzubringen. Dadurch wird auch die Teilnahme von wichtigen zivil gesellschaftlichen  Gruppen erschwert oder verhindert. Für den langjährigen Prozess, der sich mit Themen der Stadtgesellschaft und des ländlichen Raums befasst, ist ein provokantes Thema notwendig, das die Probleme erfasst und zuspitzt. Das Ermöglichen und Finden eines solchen Themas ist die nächste wichtige Aufgabe des Verbands Region Stuttgart und der WRS.

Dieses Thema muss eine Schnittstellenfunktion haben, um inhaltlich Technik mit Sozialwissenschaften zu verbinden, um Fachleute und Zivilgesellschaft zu animieren, an diesem Prozess teilzunehmen. Es geht also unter anderem um die Darstellung und Weiterentwicklung von Baukultur, um Kommunikation und Mobilität, um Energieverbrauch, um interkommunale Fragestellungen, aber auch um Nahversorgung und Möglichkeiten der Teilhabe am kulturellen Leben, um soziale Vernetzung. Es geht gegen Spekulationsspiralen, die das architektonische Erbe und das soziale Gefüge zerstören. Es geht um das Fehlen kostengünstigen Wohnraums: Ghettoisierung und soziale Segregation müssen kein Ergebnis der Stadtentwicklung sein – auch nicht in Zeiten intensiver Migration.

Ein Fachtag über die Anwendbarkeit des „Cradle-to-Cradle“-Prinzips der Ökoeffektivität mit bestehenden Initiativen und Aktivitäten kann ein guter Ausgangspunkt der Themenfindung sein, wie dies von der Verwaltung aufgrund unseres Antrags vorgeschlagen wurde.

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