DIE LINKE begrüßt die Einführung eines VVS-weiten Azubi-Tickets!
Erfolg für Antrag der LINKEN: Das neue Ticket für Auszubildende soll zum Preis von 59 € pro Monat im Jahresabo bereits zum 1. September 2016 eingeführt werden.
Die Fraktion Die LINKE begrüßt die Einführung eines VVS-weiten Azubi-Tickets!
Das neue Ticket für Auszubildende, Praktikanten sowie junge Menschen, die ein soziales Jahr oder ähnliche Freiwilligendienste absolvieren, soll zum Preis von 59 € pro Monat im Jahresabo bereits zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. September 2016 eingeführt werden.
„Wir begrüßen sehr, dass sowohl Verwaltung als auch Verkehrsausschuss unserem Antrag gefolgt sind und für die Einführung eines fairen Azubi-Tickets gestimmt haben“, kommentierte Wolfgang Hoepfner, Verkehrsexperte der Fraktion und Mitglied des Verkehrsausschusses. "Die Fahrt zu den oft weit entfernt liegenden Arbeits- und Ausbildungsstätten wird damit für junge Menschen mit geringem Einkommen deutlich günstiger."
Die Fraktion DIE LINKE hatte die Einführung eines Azubi-Tickets mit einem Antrag zu den Haushaltsberatungen für das Jahr 2016 gefordert. Auch seitens der SPD und im Aufsichtsrat der SSB hatte es unterstützende Stimmen gegeben.
Zwar sind Auszubildende finanziell noch immer etwas schlechter gestellt als Studierende und Schüler, doch ist die Erweiterung der Gültigkeit auf das gesamte Netz anstelle einer Zonenstaffelung eine beträchtliche finanzielle Erleichterung insbesondere für junge Menschen, die Wegstrecken durch mehrere Zonen zurücklegen. Ab drei Zonen reicht die Preisersparnis von knapp 20 € bis fast 100 €. Bisher zahlten Auszubildende für ein Monatsticket kaum weniger als vollverdienende Nutzer des rabattierten Firmentickets. Auszubildende, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen, entlasten ihre ohnehin schmalen Geldbeutel damit nun beträchtlich.
„Durch die Einführung des Azubi-Tickets werden Auszubildende frühzeitig an den ÖPNV gebunden und es steigen die Chancen, dass sie einem gut funktionierenden VVS auch nach Abschluss der Ausbildung treu bleiben,“ lobt auch Christoph Ozasek, Fraktionsvorsitzender der LINKEN in der Regionalversammlung. „Durch dieses attraktive Nischenangebot wird also auch ein Impuls zum Verzicht auf den eigenen PKW und damit zur Verkehrs- und Luftschadstoffreduzierung in der Staumetropole Stuttgart gegeben.“
In Anlehnung an ihren ursprünglichen Antrag regt DIE LINKE allerdings nach wie vor an, eine Arbeitgebermitfinanzierung analog zum bestehenden Firmenticket in das Finanzierungskonzept einfließen zu lassen, um VVS und Auszubildende zusätzlich zu entlasten.
Tatsächlich ist dies der erste große Erfolg der Fraktion DIE LINKE im Kampf für einen faireren VVS, der einkommensschwache Menschen in der Region nicht von Mobilität ausschließt. Frühere Initiativen zur Einführung eines Sozialtickets und zur Aussetzung der alljährlich drohenden Erhöhung der VVS-Ticketpreise für das Jahr 2017 wurden bisher in den Ausschüssen der Regionalversammlung torpediert. Nun profitieren als erste bisher benachteiligte Gruppe zumindest die Auszubildenden im VVS.

