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Teckbahn-Ertüchtigung untersuchen

Antrag zum Regionalhaushalt 2022, eingebracht am 18.9.2021.


Die Fraktion DIE LINKE/PIRAT beantragt:

Der Verband Region Stuttgart gibt eine Studie in Auftrag, die den notwendigen Aufwand zur Ertüchtigung der Teckbahn (Kirchheim/Teck – Oberlenningen) für einen 30-Minuten-Takt untersucht und beziffert. Dabei sind sowohl Optimierungen der Haltepunktlagen als auch Reaktivierungspotenziale für Gütergleisanschlüsse zu berücksichtigen.

 

Begründung:

Die „Kleine Teckbahn“ von Kirchheim/Teck nach Oberlenningen kann infrastrukturbedingt nur im 60-Minuten-Takt betrieben werden. Dies ist für ein Schienenangebot innerhalb einer Metropolregion absolut unzureichend und nicht attraktiv als Angebot zum Umstieg auf eine klimafreundliche Mobilität. Die parallel verlaufende B 465 ist hochbelastet und führt mit Ausnahme von Dettingen durch sämtliche Ortskerne der an der Teckbahn liegenden Orte. Eine Attraktivitätssteigerung der Teckbahn mit besserem Takt und mehr Anschlüssen an die S1 in Kirchheim könnte zu einer spürbaren Entlastung der B 465 führen.

Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gewerbebetriebe an der Strecke, die über funktionierende bzw. über kurzfristig zu reaktivierende Gleisanschlüsse an die Teckbahn verfügen und mit einer Kapazitätssteigerung der Bahnlinie wieder dazu bewegt werden könnten, ihren Güterverkehr zumindest teilweise auf die Schiene zu verlagern.

Zwar wurden auf der Klausurtagung des regionalen Verkehrsausschusses hierzu Zahlen genannt, die aber lediglich grobe Schätzungen waren. Dazu wurden Fahrgastprognosen aufgrund eines veralteten Verkehrsmodells abgegeben.

Dies alles lässt eine genaue Betrachtung der Ertüchtigungsmöglichkeiten mit belastbaren Zahlen sinnvoll erscheinen.