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S-Bahn-Vorlaufbetrieb auf der Gäu-/Panoramabahn als Tangentiale zwischen den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg

Antrag an den Verkehrsausschuss vom 6.4.2016


Ergebnis:


Für erledigt erklärt im Verkehrsausschuss am 27.04.2016, da die Verwaltung anscheinend bereits entsprechende Gespräche führt.




S-Bahn-Vorlaufbetrieb auf der Gäu-/Panoramabahn als Tangentiale zwischen den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg


DIE LINKE beantragt:

    1    Die Verwaltung ermittelt den verkehrlichen Nutzen und die Kosten eines S-Bahn-Vorlaufbetriebs auf der Gäu-/Panoramabahn zwischen den Endpunkten Böblingen und Ludwigsburg, über den Bahnhof Feuerbach. Dabei ist auch zu prüfen, ob und in welchem Umfang durch die Einrichtung neuer Haltepunkte der verkehrliche Nutzen erhöht werden kann.

    2    Kosten und Nutzen des Vorlaufbetriebs werden auf Grundlage eines durchgehenden 30-Minuten- und eines 60-Minuten-Takts ermittelt.

    3    Die Verwaltung stellt die notwendigen Kosten und Fördermöglichkeiten zur Wiederherstellung von Haltepunkten auf der Gäubahntrasse dar.

    4    Ergebnisse der Prüfung werden im Kontext der Fortschreibung des Regionalverkehrsplans bewertet.


Begründung:

Die Nutzung der Gäubahn-Panoramastrecke zwischen Vaihingen und Zuffenhausen drängt sich als kostengünstige Erweiterungsoption des S-Bahnnetzes auf. Insbesondere durch den zukünftigen Regionalbahnhalt in Vaihingen mit werktäglich 1033 Fahrten zu 17 Endhaltepunkten mittels S-Bahn, Stadtbahn und Busverbindungen eröffnen sich neue Fahrgastpotentiale. Allein der Stadtbezirk Vaihingen wird in den kommenden Jahren mit zusätzlichen 9.000 – 12.000 Arbeitsplätzen durch gewerbliche Ansiedlungen seinen Einpendlerüberschuss nochmals deutlich erhöhen.

Der in seiner Kapazität unter den aktuellen Betriebsbedingungen und in der Leit- und Sicherungstechnik überlastete S-Bahn-Stammast stellt im S-Bahnnetz Stuttgart die

gravierendste Engstelle dar, die das gesamte S-Bahn System zudem äußerst störungsanfällig macht. Eine Durchbindung auf der Gäubahn-Tangentiale zwischen den Landkreisen Böblingen und Ludwigsburg hätte zudem den Vorteil, dass eine teure Einschleifung in den Hauptbahnhof entfallen würde, sofern das Projekt Tiefbahnhof Stuttgart 21 jemals fertiggestellt wird.

Mit dem Schlichterspruch von Heiner Geißler vom 30.10.2010 wurde darüber hinaus das Bekenntnis abgegeben, die Gäubahn auf dem Stuttgarter Stadtgebiet zu erhalten.


Für die Fraktion DIE LINKE   

Christoph Ozasek                Wolfgang Hoepfner
(Fraktionsvorsitzender)            (Mitglied des Verkehrsausschusses)

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