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Nahversorgungs-Atlas

Antrag zur Haushaltsberatung 2015 im Planungsausschuss

Ergebnis:


Abgelehnt im Planungsausschuss am 12.11.2014.

Alternativvorschlag der Verwaltung:Ermittlung des zu erwartenden Mittelbedarfs für Erstellung eines Nahversorgungs-Atlases.



Antrag zur Haushaltsberatung 2015: Nahversorgungs-Atlas


DIE LINKE beantragt:


Die Verwaltung wird beauftragt, einen Nahversorgungs-Atlas zu erstellen und die Kommunen bzw. Stadtteile, in denen eine Unterversorgung herrscht, bei der Erarbeitung von geeigneten Problemlösungskonzepten zu unterstützen.

Begründung:

Nahversorgung bedeutet die wohnungsnahe Versorgung der Bürger_innen mit Einzelhandelsläden. Der Gesetzgeber sieht den Zugang zur Nahversorgung mit Waren des täglichen Bedarfs als wichtigen Bestandteil des Menschen an der gesellschaftlichen Teilhabe.

Das bedeutet: Das Grundgesetz schreibt fest, dass die Lebensverhältnisse für alle Menschen gleichwertig sein müssen. Der Einzelhandel trägt somit auch eine gesellschaftliche Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung. Diese kann wahrgenommen werden durch die Entwicklung eigener kommunaler Handlungskonzepte für die Versorgung des täglichen Bedarfs.

Steigende Fahrtkosten, eine veränderte Altersstruktur, zunehmender Kommunikationsbedarf der Menschen, Verödung der Innenstädte - es gibt viele Gründe, warum die Nahversorgung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Viele Gemeinden und Stadtteile verfügen heute längst über keine fußläufige Versorgung mehr. Der Regionalmonitor weist 36 von 179 Gemeinden ohne Lebensmittelmarkt aus.

Mit dem einfachen Verkauf von Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs ist es allerdings noch nicht getan. Um zukunftsorientiert und wettbewerbsfähig als Einzelhändler tätig sein zu können, bedarf es auch eines ausgereiften Konzeptes, das von den jeweiligen Kommunen und entsprechenden Partnern kompetent unterstützt wird.

Nahversorgung hat Zukunft und die Zukunft braucht Nahversorgung.

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