Kooperationsnetzwerk "Virtuelles Kraftwerk Region Stuttgart"
Antrag zur Haushaltsberatung 2016 im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung
Ergebnis:
Antrag angenommen im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung am 18.11.2016.
Antrag zur Haushaltsberatung 2016 im Ausschuss für Wirtschaft, Infrastruktur und Verwaltung
Der Verband Region Stuttgart prüft in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart (WRS) den Aufbau eines Kooperationsnetzwerks "Virtuelles Kraftwerk Region Stuttgart" analog zum bereits bestehenden "Kooperationsnetzwerk Neckar-Alb" und orientiert sich dabei unter anderem an den Erfahrungen des Verbands Region Neckar-Alb.
Im Anschluss daran erstatten Verwaltung und WRS der Regionalversammlung Bericht zu den Möglichkeiten und eventuell bereits existierenden Initiativen, ein ähnliches Netzwerk in der Region aufzubauen.
Begründung:
Das preisgekrönte „Kooperationsnetzwerk Neckar-Alb“ ist ein Zusammenschluss diverser erneuerbarer Energieerzeugungsanlagen zu einem Gesamtkraftwerk unter Beteiligung verschiedener Unternehmen und Kommunen. Seit 2014 wird hier den beteiligten Institutionen und Unternehmen die Möglichkeit geboten, durch zusammengeschaltete dezentrale Anlagen (u.a. Windenergie- oder Photovoltaik-Anlagen, Mini-Blockheizkraftwerke) ihre Fachkompetenz im Bereich dezentraler Energiesysteme zu bündeln und gemeinsam innovative Technologien und Produkte zu entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und spiegelt das von Ländern und Bund angestrebte Ziel einer dezentralen regenerativen Energieerzeugung wider. Involviert sind unter anderem die Stadtwerke Tübingen und Balingen, der Regionalverband Neckar-Alb, die Universität Tübingen sowie die Fair-Netz GmbH Reutlingen und diverse ansässige Unternehmen.
Zielsetzung des Projekts ist es, „durch Netzausbau, Smart Grid, den aufeinander abgestimmten Einsatz von Speichern und konventionellen sowie erneuerbaren Erzeugungssystemen mit Querverbundoptimierung zwischen Strom- und Wärmemarkt“ eine Re-Optimierung des Versorgungssystems „von einer zentralen zu einer dezentralen nachhaltigen und wirtschaftlichen Energieerzeugungsstruktur“ zu erreichen. Darüber hinaus, argumentieren die Betreiber, ermöglicht ein frühzeitiges Realisieren von virtuellen Kraftwerken „durch innovative Entwicklungen mit der Vertiefung der technologischen Kompetenz der Netzwerkpartner und dem Einbinden der Aus- und Weiterbildung des Handwerks neben der regionalen Wertschöpfung auch überregionale Vertriebs- und Geschäftsmöglichkeiten“.
Im Juli 2015 wurde das Kooperationsprojekt mit dem Innovationspreis „Exzellenter Technologietransfer Neckar-Alb“ der IHK ausgezeichnet.
Durch die Förderung einer gleichartigen Initiative in der Region würden Verband Region Stuttgart und WRS einen Beitrag zum Aufbau einer dezentralen, nachhaltigen Energiewirtschaft leisten.
Für die Fraktion DIE LINKE
Christoph Ozasek Peter Rauscher
(Fraktionsvorsitzender) (stellvertretender Fraktionsvorsitzender)

