Klimaschutz: Regionales Simulationswerkzeug entwickeln
Antrag zur Haushaltsberatung 2015 im Planungsausschuss
Ergebnis:
Zustimmung zum Bericht im Planungsausschuss am 12.11.2016. Daruber hinaus Ablehnung des Antrags:
Ein entsprechender Bericht zum Stand der Klimasimulationsmodelle kann erfolgen. Darüber hinaus keine Zustimmung.
Bericht erfolgte im WIV am 8.3.2017. Eine Entwicklung von Klimasimulationswerkzeugen wurde als zu aufwendig abgelehnt.
Antrag zur Haushaltsberatung 2015.
Klimaschutz: Regionales Simulationswerkzeug entwickeln
DIE LINKE beantragt:
Die Verwaltung wird beauftragt, einen Bericht zum aktuellen Stand der Forschung im Bereich Klimasimulationstechnologien und -tools zu erarbeiten und darüber in den Ausschüssen zu berichten, mit dem Ziel, die Grundlagen für ein regionales Instrumentarium schaffen, um in Übereinstimmung mit dem Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept und dem Klimaschutzgesetz der baden-württembergischen Landesregierung die Auswirkungen der vom VRS geplanten Maßnahmen auf das Regional- und Gesamtklima vor jeder Beschlussfassung zu bewerten und darzustellen, inwiefern ein Beschluss zur Verringerung von Klimagasemissionen oder einer nachhaltigen Energieversorgung beiträgt. Die Verwaltung schließt hierbei sowohl nationale als auch internationale und kooperative Forschungsinitiativen- und Partnerschaften im Bereich Klimasimulationstechnologien/Climate Modelling mit ein, sowie das Landesumweltministerium. Erste Ansprechpartner könnten das Deutsches Klimaforschungsprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das Max-Planck-Institut für Meteorologie oder die World Meteorological Organization der UN sein.
Begründung:
Mit dem am 31. Juli 2013 in Kraft getretenen Klimaschutzgesetz verpflichtete die Landesregierung von Baden-Württemberg alle Kommunen, einen angemessenen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu leisten und zu einer nachhaltigen Energieversorgung beizutragen. Bis 2020 sollen die Treibhausgasemissionen in Baden-Württemberg um mindestens 25%, bis 2050 um 90% verringert werden. Nicht nur die aktuelle Gesetzeslage, sondern insbesondere die Baden-Württemberg besonders stark betreffenden Klimaveränderungen wie zunehmende Hitzeentwicklung und insgesamt Niederschlagsrückgang kombiniert mit zunehmenden Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hagel und Überschwemmungen machen den akuten Handlungsbedarf innerhalb der Region deutlich.
Trotz dieser Verpflichtung und des drängenden Zeitplans hat die Region Stuttgart bisher keine Anstrengungen unternommen, selbst eine Klimaschutzstrategie zu definieren. Die diesbezüglichen Initiativen der LINKEN in der vergangenen Amtsperiode wurden mit Verweis auf das Nichtvorhandensein eines adäquaten Prüfinstrumentariums abgelehnt.
Ein systematischer Überblick über die zur Verfügung stehenden Tools zur Klimasimulationsanalyse und über bereits laufender Forschungsinitiativen in diesem Bereich könnten die Grundlage für die überfällige Klimaschutzstrategie des Verbands bilden und darüber hinaus Impulse für Forschung und Zusammenarbeit mit anderen engagierten Regionen und Initiativen geben, von der sowohl Wirtschaft als auch Wissenschaft in der Region Stuttgart nur profitieren können.

