Kampagne für VVS-Umsteiger
Antrag zur Haushaltsberatung 2015 im Verkehrsausschuss
Ergebnis:
Ablehnung im Verkehrsausschuss am 19.11.2014.
Antrag zur Haushaltsberatung 2015: Kampagne für VVS-Umsteiger
DIE LINKE beantragt:
Die Regionalverwaltung erarbeitet zusammen mit dem VVS und den Gemeinden eine regionsweite Kampagne zum Umstieg vom PKW auf das öffentliche Verkehrsangebot des VVS. Dabei sind besonders die sozialen, ökologischen und finanziellen Vorzüge der ÖPNV-Nutzung argumentativ darzustellen. Als Zielgruppen sind dabei besonders zu berücksichtigen: Neubürger in der Region, Bürger mit neuem Wohnsitz in der jeweiligen Gemeinde innerhalb der Region, Senioren, Anwohner im Einzugsgebiet von Verbesserungsmaßnahmen im ÖPNV.
Als begleitende Maßnahmen sind z.B. zu prüfen:
- Kostenloses Probeticket für Wohnortwechsler
- Vorzugskonditionen für das Jahresticket bei der Abmeldung eines Kraftfahrzeugs
- persönliche Beratungsgespräche
Die Verwaltung erörtert die Finanzierung mit den VVS-Partnern und bringt anschließend eine beschlussfähige Vorlage zur weiteren Beratung in die VRS-Gremien ein.
Begründung:
Das öffentliche Verkehrsangebot im VVS wird stetig weiterentwickelt. Jährlich steigende Fahrgastzahlen belegen, dass diese Investitionen in Bus und Bahn sinnvoll angelegtes öffentliches Geld ist. Doch bleibt die Dichte an Kraftfahrzeugen in der Region weiterhin hoch. Trotz des ausgeprägten Anteils von Wegen im Umweltverbund am gesamten Modal Split bleibt die Landeshauptstadt Stuttgart mit ca. 560 Kraftfahrzeugen auf 1.000 Einwohner nach München die Stadt mit der zweithöchsten Individualmotorisierung bundesweit. Die Botschaft: „Benutzen statt besitzen“, also das Werben um multimodale öffentliche Mobilität, erreicht viele Menschen noch nicht. Deshalb ist eine umfassende Information über alternative Mobilitätskonzepte mit dem Rückgrat des VVS-Angebots ein wichtiger Schritt um das Mobilitätsverhalten zu beeinflussen.
Langfristiges Ziel müsste eine individuelle wohnortbezogene Beratung sein. Als ersten Schritt dahin schlagen wir vor, zusammen mit dem VVS eine regionale ÖPNV-Kampagne zu initiieren. Im Rahmen der Kampagne können, gemeinsam mit den Gemeinden, bestimmte Personengruppen direkt angesprochen werden, die durch ihre Lebensumstände Brüche in ihrem bisherigen Mobilitätsverhalten erfahren. Besonders gilt das für Neubürger und Wohnortwechsler, sowie für Menschen im Übergang vom Beruf in die Rente, die ihre Wegebeziehungen neu ordnen müssen.

