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Antrag: Unter, über und durch den Tiefbahnhof: Direkte Zugänge zum Kopfbahnhof Stuttgart für die Fahrgäste

Antrag an den Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart, eingereicht am 27.05.2026.


Die Fraktion Linke.Piraten.SÖS beantragt:

Die Vertreter des Verbands Region Stuttgart setzen sich in den laufenden Abstimmungen für ein neues Konzept zur Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs von Stuttgart 21 mit Nachdruck für deutlich kürzere und komfortablere Zugänge zum Kopfbahnhof ein. 

Dabei sollen alle Möglichkeiten für verkürzte Zugangswege, die in den vergangenen Wochen im Verband Region Stuttgart, seitens der Landeshauptstadt Stuttgart und vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) veröffentlicht wurden (u.a. über die "Kartoffel", durch den Bonatzbau und über Verteilerstege), durch die DB AG auf eine Realisierung konstruktiv geprüft und nach Möglichkeit auch realisiert werden.

Neben den Verbindungen zur S-Bahn im Hauptbahnhof (tief) sind auch die Wege zu denanderen Verkehrsmitteln und zur Innenstadt dringend zu verbessern.

 

Begründung:

In den vergangenen Wochen wurden im VRS, von der Stadt Stuttgart und vom VCD eine Reihe von Vorschlägen veröffentlicht, um die Zugangswege zum Stuttgarter Hauptbahnhof zu verbessern. Alle sind durch die außerordentliche Unzufriedenheit mit der seit mehreren Jahren bestehenden Situation des Zugangs zu den Bahnsteigen des Stuttgarter Hauptbahnhofs begründet – oft sarkastisch, aber treffend, mit dem Begriff „Fernwanderwege“ beschrieben.

Seit März 2022 sind die Bahnsteige des Kopfbahnhofs baustellenbedingt nur noch sehr umständlich zu erreichen. Das damals gültige Datum 2025 für die Inbetriebnahme von Stuttgart 21 ist verstrichen, und durch die Sperrung der großen Schalterhalle für den Zugang zur Klett-Passage wurde die Situation noch weiter verschärft. Aktuell wird ein neues Konzept für die Inbetriebnahme erarbeitet. In den Medien wird dabei durchaus seriös von einer Inbetriebnahme im Jahr 2029 oder gar 2030 ausgegangen.

Die Weiterführung der bestehenden Zugangssituation über mehrere Jahre ist den Fahrgästen, insbesondere Menschen mit eingeschränkter Mobilität, nicht weiter zumutbar. Auch für Pendler*innen verliert die S-Bahn-Verbindung zum Hauptbahnhof durch die ausgedehnten
Umwege rapide an Attraktivität. Der Verband Region Stuttgart als Aufgabenträgerin der S-Bahn sollte sich daher mit Nachdruck dafür einsetzen, dass mögliche Verbesserungen zur Entlastungder Fahrgäste durch die DB AG geprüft und realisiert werden.

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