Ausbau der S2 nach Neuhausen: Österlicher Filderraum wird zur Kernregion

Christoph OzasekRede

Herr Vorsitzender, werte Kolleginnen und Kollegen, die Erschließung des Filderraums mit dem Gesamtprojekt U6/U5/S2 ist der nächste - und hoffentliche nicht der letzte! - Expansionsschritt in der Region zur Lenkung der Mobilitätsströme auf den umweltschonenden und nachhaltigen Schienenverkehr.

Herr Vorsitzender, werte Kolleginnen und Kollegen,

 

die Erschließung des Filderraums mit dem Gesamtprojekt U6/U5/S2 ist der nächste - und hoffentliche nicht der letzte! - Expansionsschritt in der Region zur Lenkung der Mobilitätsströme auf den umweltschonenden und nachhaltigen Schienenverkehr.

 

Mit der Verlängerung, bzw. Reaktivierung der S2 auf der alten Trasse erhalten Sielmingen und Neuhausen den attraktiven S-Bahn-Standard im 30-Minuten-Takt. Die gerade erschienene Bürgerumfrage zeigt, wie wichtig sowohl die Anbindung neuer Orte für die Menschen ist, als auch die Verbesserung des Takts im erweiterten Kernraum.

 

Sie wissen, dass wir die von den politischen Mehrheiten beschlossenen Entwicklungsimpulse auf den Fildern kritisch betrachten und den neuen Begehrlichkeiten - Stichwort Messeausbau und Flughafen - entschieden widersprechen.

 

Aber wenn wir diese Impulse schon haben, dann müssen wir wenigstens die daraus resultierenden Mobilitätsbedürfnisse möglichst ökologisch und raumschonend steuern, damit nicht immer mehr Automobilverkehr die Verkehrsadern der Region lahmlegen.

 

Das Projekt ist deshalb richtig, und es steht exemplarisch dafür, dass der Ausbau der Schienenwege noch lange nicht abgeschlossen ist. Ballungsräume wie die Region Stuttgart haben noch viel Potential für große und kleine Expansionsschritte. Eine Nachfolgeregelung für das 2019 auslaufende GVFG wird daher immer dringlicher.

 

Wir freuen uns sehr, dass mit der SSB ein starker und erfahrener Partner mit der Planung, Realisierung, Unterhaltung und dem Betrieb betraut wurde. Die SSB hat über viele Jahre bewiesen, dass sie Kosten kontrollieren kann.

 

Böße Überraschungen, wie im Fall der Kostenexplosion bei der S60, die beinahe zum Verlust der Förderwürdigkeit führten, lassen sich so mit größter Wahrscheinlichkeit ausschließen. Hier zeigt sich die Leistungsfähigkeit und Bedeutung von Verkehrsunternehmen in kommunalem Besitz.

 

Werte Kolleginnen und Kollegen, eine Expansion der S-Bahn muss jedoch zwingend mit der Stabilisierung des S-Bahn-Betriebs einhergehen. Spätestens zum S-Bahn-Gipfel erwarten wir von unserem Vertragspartner DB konkrete Lösungen, und keine Durchhalteparolen oder Schuldzuweisungen an Dritte.

 

Die Erschließung eines größeren Kernraums bringt nichts, wenn Nutzerinnen und Nutzer im VVS täglich im Nirvana landen, durch Betriebsstörungen und nicht vorhandene Problemlösungskompetenz auf Seiten der DB.

 

Vielen Dank