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Schusterbahn


Die Bahnstrecke Stuttgart-Untertürkheim-Kornwestheim („Schusterbahn“)


Die als „Schusterbahn“ bekannte Bahnstrecke Stuttgart-Untertürkheim-Kornwestheim ist die einzige schnell reaktivierbare und kostengünstige Schienen-Tangentialverbindung in Stuttgart.

Die Fraktion DIE LINKE in der Regionalversammlung setzt sich seit 2012 für die Wiederbelebung der Schusterbahn ein. Auf Initiative der LINKEN wurden im Stuttgarter Gemeinderat und in den Stuttgarter Bezirksbeiräten entlang der Strecke im Herbst Anträge zur Wiederbelebung der Schusterbahn mit großen parteiübergreifenden Mehrheiten angenommen. Auch Stadt und Landkreis Ludwigsburg sowie der Gemeinderat Kornwestheim haben sich einstimmig für die Schusterbahn ausgesprochen. Im Verkehrsausschuss der Region Stuttgart am 18.10.2017 wurde der Antrag der Regionalfraktion bis zu weiteren Untersuchungen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zu weiteren Schienenverbindungen zurückgestellt, die Anfang/Mitte 2018 vorliegen soll. In Stuttgart und Esslingen steht die Abstimmung noch aus.
 

Gegenwärtige Situation der Schusterbahn

Momentan existiert ein Restpersonenverkehr mit je 3 Zugpaaren im Stundenabstand in der morgendlichen und abendlichen Hauptverkehrszeit, daneben Güterverkehr und einige ICE-„Sprinter“. Es kommt zu häufigen Zugausfällen, da bei hohem Krankenstand/Fahrermangel die Schusterbahn bevorzugt eingestellt wird.

Durch Zugmodernisierung seit März 2017 verfügt die Schusterbahn über S-Bahn-Komfortstandard (u.a. neue Sitze, verbesserte Klimaanlage, Maßnahmen zur Barrierefreiheit).

Die Kapazität für einen durchgehenden Taktverkehr ist grundsätzlich gegeben!

 

Verlängerungs- und Anschlussmöglichkeiten

  • Verlängerung zu den regionalen Knotenpunkten Esslingen bzw. Plochingen sowie Ludwigsburg bzw. Bietigheim
  • nördliche Durchbildung bis Markgröningen unter Reaktivierung der Schienenverbindung Ludwigsburg-Markgröningen
  • Verknüpfung mit dem Regional- und Fernverkehr der DB und bestehenden Park&Ride-Ressourcen durch Verlängerung dem bis Plochingen im Süden
  • Verknüpfung mit dem Stadtbahnverkehr der SSB in Münster (U12) und Ebitzweg (U13)


Vorteile einer Reaktivierung und Verlängerung

  • Anschluss an den Regional- und Fernverkehr der DB
  • Verkehrsreduzierung in Stuttgart und damit Reduzierung der Feinstaub- und Lärmbelastung
  • Erweiterung des ÖPNV-Angebots insbesondere angesichts der  ab 2018 drohenden Fahrverbote bei Feinstaubalarm
  • umsteigefreie / mit erheblich weniger Umsteigen verbundene Schienenanbindung für über 100.000 Arbeitsplätze, bedeutende Bildungsstandorte und ca. 350.000 Einwohner der Region
  • Entlastung der B 10 und weiterer Nord-Süd-„Schleichwege“ parallel zur B10 (z.B. der Augsburger Straße/Neckartalstraße in Stuttgart)
  • Verlagerung von Nord-Süd-Pendlerverkehre, von der Strasse auf die Schiene in Esslingen, Fellbach, Remseck und Ludwigsburg
  • Entlastung der S-Bahnen S1, S4, S5, S6 und des Hauptbahnhofs Stuttgart als Umsteigepunkt durch Vermeidung mehrerer tausend Anfahrten und Umsteigevorgänge pro Tag


Wenn alle Verantwortlichen die nötigen Maßnahmen zügig umsetzen, wäre eine Inbetriebnahme zum Fahrplanwechsel Dezember 2018 nicht unrealistisch!

Dokumente und Presseecho

Schusterbahn vielleicht bald zwischen Ludwigsburg und Esslingen, Stuttgarter Nachrichten, 20.10.2017

Neue Chance für die Schusterbahn, Ludwigsburger Kreiszeitung, 19.10.2017

Bedauern über neue Verzögerungen bei der Schusterbahn, Pressemitteilung, 19.10.2017

Schusterbahn soll für Entlastung sorgen, Stuttgarter Zeitung, 10.09.2017

Reaktivierung und Verlängerung der Schusterbahn, Pressemitteilung, 08.09.2017

"Schusterbahn" reaktivieren und verlängern, Antrag an den Verkehrsausschuss der Regionalversammlung Stuttgart, 08.09.2017